Exploración Ibérica 2009

- S P A N I E N -

In der Nähe von Andorra überqueren wir die Grenze zu Spanien. In direkter Linie steuern wir die Hauptstadt Madrid an. Die Millionenmetropole wiedersetzt sich zwar zunächst unseren Eroberungsversuchen vehement. Baustellen, Sperrungen und ein übles Einbahnstrassengewirr macht die Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft schwierig und schweißtreibend. Aber letztlich setzen wir uns doch durch und bleiben einige Tage in der faszinierenden Stadt.

Nur einen Katzensprung von 400km entfernt liegt unseres definitives Sehnsuchtsziel Granada. Vor Jahren sah ich ein Nachtbild der beleuchteten Alhambra mit einem Motorrad im Vordergrund, seitdem will ich diesen berauschenden Ausblick selbst gesehen haben. Doch neben der Alhambra begeistert uns vor allem auch die Stadt selbst. Und auch das Mopedfahrerherz schlägt hier deutlich höher, schließlich liegt die Sierra Nevada mit ihren Kurvenorgien direkt vor der Haustür.

Weiter geht es Richtung Süden ans Mittelmeer. In Gibraltar lernen wir Chris, einen weltreisenden Waliser kennen, der uns bei der Zimmersuche hilft und mit reichlich Tipps und Hintergrundinfos versorgt. Mit ein paar Pints Guiness im brandneuen, mondänen Ocean Village feiern wir unser Kennenlernen. Über Tarifa und Sevilla verlassen wir zunächst Spanien im tiefsten Südwesten.

Nach einer ausgiebigen Portugalrunde stoßen wir bei La Coruna und Santiago de Compostela wieder auf spanisches Terrain. Etwas Dreistigkeit und taube Ohren helfen uns durch die Fußgängerzone, schließlich wollen wir mit der BMW direkt vor die Kathedrale und dort mit Pilgern ins Gespräch kommen. 

Gemächlich bummeln wir bei mäßigem Wetter an der nordspanischen Atlantikküste, der Bizkaya, entlang. Die weitgehend unbekannten Picos de Europa sind eine willkommene kurvige Abwechslung und lassen uns mal wieder etwas Bergluft schnuppern. 

Der letzte große Stopp gilt Bilbao. Der Stadt, von der wir zunächst nicht viel mehr wissen, als das es dort ein Guggenheim Museum gibt. Doch die Hauptstadt des spanischen Baskenlandes entpuppt sich als eine überaus spannende und abwechslungsreiche Stadt, die wir schließlich erst nach mehreren Tagen nur sehr widerstrebend verlassen.