Honda Africa Twin Typ: RD 04

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Da muss er noch raus!     Der Rahmen sieht auch nach 14 Jahren noch top aus!     Die Verzahnung hat es hinter sich...!     Nicht nur gut, auch schön!!!     Alt und Neu im Vergleich

Die Basis

Eine 1991er Honda Africa Twin. Bis auf Givi Kofferträgersystem, Motorschutzbügel, Hauptständer und MRA - Tourenscheibe vollkommen original. 

Kilometerstände:  

64.400 km bei Kauf im Januar 2004. 

116.799 km bei Rückkehr von der großen Reise im Dezember 2006. 

135.000 km bei Verkauf.

Umbauten

 

Speichen

Alle Speichen an ihren „Kreuzungen“ mit Kabelbinder fixiert.

 

Stahlflex - Bremsleitungen

Vorne, weil der Druckpunkt, trotz neuer Kolbendichtungen und penibler Reinigung der Kolben total lasch war (und ich die Leitungen äußerst günstig bei Ebay bekommen konnte...). Hinten war die originale Leitung porös und ständig feucht, deshalb ersetzt. Das Ergebnis: knackiger Druckpunkt und deutlich verbesserte Dosierbarkeit.

 

Regler

Eine der wenigen Schwachstellen der RD 04 ist der unterdimensionierte Regler in Verbindung mit den zunehmenden Widerständen im Kabelbaum (Korrosion). Erst wird er zu heiß, kocht dann die Batterie und kann im schlimmsten fall bis zum Kabelbrand führen! Nachdem ich mir alles genau angeschaut habe, bin ich der Meinung, das der Regler allerdings auch kaum gekühlt wird. Deshalb sorge ich mit einigen Luftlöchern für eine vergrößerte Luft"angriffs"fläche, in der Hoffnung, so dem Übel wenigstens etwas beizukommen. Für die Reise werde ich aber sicherheitshalber einen Ersatzregler bei einem Freund in Deutschland hinterlegen.

Nachtrag: Den Regler brauchte ich! Bei 113300km ist der Reglerstecker verschmort. Ich habe den kompletten Regler jedoch gegen einen der Fa. Motek ausgetauscht.

 

Gabel

Nach einer gründlichen Reinigung mit Ölwechsel habe ich etwas höher viskosiertes Öl verwendet. SAE 15er statt SAE 10er. Füllmenge soll pro Holm 635ml sein, ich habe 670ml eingefüllt um das Luftpolster zu reduzieren und die Gabel dadurch etwas härter abzustimmen. Bei den RD 04 ist eine Luftunterstützung der Gabel vorgesehen, doch ist diese mit Vorsicht zu genießen, da hierdurch die Simmerringe stark belastet werden.

 

Federbein

Ich verwende das originale Federbein! Allerdings habe ich es für unsere Reise von einem Fachbetrieb gründlich überarbeiten lassen sowie mittels breiterem Dämpfungseinstellbereich und einer auf unsere Belastung angepassten Feder für uns perfektioniert. 

Nachtrag: Hat hervorragend all die heftigen Strapazen durch massive Überladung und üble Pisten überstanden. Auch nach über 50.000km Reisestress noch immer wirksam und fein einstellbar.

 

Schläuche

Ich verwende ausschließlich verstärkte (Cross)schläuche. Ob es daran liegt, dass ich nur höchst selten einen Platten habe?  
Das Problem ist, dass diese nicht zulässig sind, d.h. die meisten Reifenhändler wollen sie nicht aufziehen. Also entweder selber aufziehen oder einen Reifenhändler privat kennen...

 

Reifen

Für die Reise werde ich TKC 80 aufziehen, sonst würde ich auch hier nur den Metzler Tourance drauf tun. Doch da der Offroadanteil auf unserer Reise größer werden wird, ist der Continental TKC 80 wohl die bessere Wahl.

Nachtrag: Der Tourance hätte für alle Belange voll ausgereicht. Der TKC 80 war leider viel zu schnell abgefahren (2 Sätze auf nur 14.000km).

 

Frontkotflügel

Der originale, ohne Seitenteile und mittels Aluriegel um ca. 3cm hochgesetzt. Das ist bei schlammigen Passagen einfach nötig, damit sich das Vorderrad nicht sofort zusetzt.  Siehe Schlammfahrt im Türkei 2002 - Reisebericht......!

 


 

 

 

 

 

 

 

Motorschutz

Da die originalen Haltelaschen wieder mal abgebrochen waren, haben wir mit Blechen den Bereich kräftig verstärkt und Gewindestangen anstelle der Muttern eingeschweißt. Der Platz ist ausreichend um den Motorschutz von vorne aufzuschieben. Stabil und gut.

 

Werkzeugrolle

Nach intensiver Internetrecherche habe ich mich auch - wie viele andere - für "die Rohrlösung" entschieden. Alle Abwasserrohrteile sind für kleines Geld in jedem Baumarkt zu bekommen. Billig, simpel, bombenfest, absolut wasserdicht, optisch allerdings sicher nicht die ultimative Lösung. Hier seht ihr die 12cm Durchmesser-Variante montiert.

 

Verkleidungsscheibe

   Mit schwarzer Autoglasfolie abgeklebt!

Die Originalscheibe habe ich um ca. 10 cm gekürzt. Jetzt liegt mein Kopf voll im (verwirbelungsfreien!) Fahrtwind und der Oberkörper ist vom Winddruck trotzdem noch weitgehend entlastet. Für die Optik habe ich die Scheibe mittels Autoglasfolie schwarz abgeklebt.

 

Handprotektoren

Aus Gründen der Sparsamkeit montierte ich die billigsten Schützer. Zusätzlich noch ein Paar „Spoiler“ dran, und fertig ist der Hand,- Wiind,- und Wetterschutz.

 

Lenkererhöhung

Diese AT ist das erste Motorrad bei dem ich mit dem Originallenker stehend bestens zurechtkomme. Also ist hier (wie sonst eigentlich immer...) keine zusätzliche Lenkererhöhung nötig.

 

Lenkerpolster

Wer je im Gelände mit dem Kopf oder gar den Zähnen Kontakt mit der Lenkerstrebe hatte, weiß warum ich diese albernen Würste „dranfuckel“.

 

Seitenständer

Die Aufstandsfläche des Seitenständers habe ich mittels einer angeschweißten VA-Stahlplatte deutlich vergrößert. Jetzt kann ich die AT auch auf weichem Untergrund abstellen.  

VA-Stahl dran gebraten.

 

Hauptständer

Der stabilste und noch akzeptabel im Gebrauch ist der originale Hondaständer.

 

Sitzbank

Jungbluth-Bank + Stufe +-0cm Erhöhung   Jungbluth-Bank + Stufe +-0cm Erhöhung   Jungbluth-Bank + Stufe +-0cm Erhöhung

Original geht gar nicht! Deshalb habe ich die Bank zum umpolstern zur Fa. Jungbluth geschickt. Dort ließ ich mir eine Stufe Fahrer / Sozius einbauen sowie die typische "Jungbluth-Verbreiterung". Eigentlich hätte ich auch noch eine Erhöhung um 2cm in Auftrag gegeben, doch nachdem ich das Federbein wieder bekommen habe, hatte sich die Erhöhung erübrigt. Die Sitzhöhe beträgt jetzt schon satte 915mm! Bei der erheblichen Verbreiterung wirkt es rein gefühlsmäßig allerdings noch einmal einiges höher...

 

Gepäckträger

Click it!   Click it!

Nur wenn ich sehr viel transportieren muss (lange Outdoor - Touren, die große Reise 2005/2007) montiere ich meinen simplen Eigenbau. Eine 4mm starke Aluplatte habe ich so zurechtgesägt und gebogen, dass sie mittels den 6 originalen Gepäckträger-Schraublöchern sicher befestigt werden kann. Sie hat ab Sitzbankende 45cm Länge und 70cm Breite plane Fläche, die durch zahlreiche Rund,- und Langlöcher gut zu nutzen ist.

Nachtrag: Kaum ein Reisender hat diesem "Trumm" zugetraut, das es Offroad,- oder gar Wellblechpisten überstehen würde. Hat es aber problemlos, trotz der Dauerbelastung durch eine 20kg Gepäckrolle!

 

Auspuff

Den originalen Endtopf ausgetauscht gegen einen wesentlich leichteren, schlankeren Edelstahl Endtopf von AfricanQueens.
Diesen via Adapterrohr tiefergelegt um einem schmalen, synchronen Kofferträger Platz zu machen.

        

 

 

Blinker

Leider nur hinten ersetzt durch Alu - Miniblinker von Detlev Louis. Extra stabil und so kurz das sie bei einem Sturz nicht den Boden berühren können. Vorne war das leider nicht möglich, da alle Zubehörblinker zu kurz waren und nicht ganz über der Verkleidung hervor schauten.

 

Kofferträger

Da ich bei unserer Reise keine Kompromisse machen will, kommt für mich - wie schon an der letzten Africa Twin - nur eine Maßanfertigung von RPX in Betracht. Siehe Umbauten an der Africa Twin RD 07Ich habe mich für einen kompletten Heckumbau entschieden, da die originalen Seitenteile sehr breit bauen.

 

Hier nun Bilder des neuen, eng angepassten Trägers:

     

Die Seitendeckel habe ich durch extrem flache ersetzt (Vielen Dank an MOTOBAU), den Endtopf gegen einen wesentlich schmaleren ersetzt und tiefer gelegt (Vielen Dank an African Queens) um anschließend den vorhandenen Träger abzuändern und maximal eng anzupassen (Vielen Dank an Ralf Petersen RPX).

 

Bilder meiner Eigenbau - Seitendeckel:

Links   Nochmal rechts!

 

Alukoffer

Maß-Anfertigung von RMS. Je 51 Liter, Schließschloss, abgeschrägte Außenkanten, 2,5mm Alustärke und am Boden eingelassene Kanisterbefestigung.

 

Ölkühlerschutz

Da ich den schwarzen „Plastikfummel“ an der Motorfront entfernt habe, lag der Ölkühler etwas nackig rum. Also habe ich an die originalen Befestigungen einfach ein planes Edelstahlblech (mit reichlich Perforation) geschraubt. Dies schützt besser als zuvor und sieht auch noch schicker aus.

 

Benzinpumpe

Da an meiner ersten AT die Pumpe mehrfach ausgewechselt werden musste, habe ich an der jetzigen prophylaktisch gleich eine Mikuni – Unterdruckpumpe von African Queens montiert. Keine Elektrik bedeutet in diesem Fall auch keinen zu erwartenden Ärger.

Nachtrag: Stimmt!