Alpen "extrem" 2011

- 3 Männer, 4 Länder und eine Mission: Kurven!

 

Die erste von mir organisierte und geführte Tour sollte durch das Motorradeldorado schlechthin führen - quer durch die Alpen! Zum Blümchen pflücken kommen wir ein andermal - jetzt sollten Kurven gekratzt werden!

Täglich zwischen 250 und 350 Kilometern Pässe, Serpentinen, Kurven und Kehren wo auch immer sie zu finden sein würden. Erfreulicherweise hatte der Wettergott ein Einsehen mit meinen ambitionierten Vorstellungen und bescherte der Mission beste Voraussetzungen. Blauer Himmel, schneeweiße Schäfchenwölkchen und trockenen Asphalt. Mehr brauchts nicht!

Die Tour: Im mondänen Grimsel Hospiz am gleichnamigen Pass ließen wir uns zunächst einmal nach Strich und Faden mit schweizerischer Küche und feiner Lebensart für die lange Anreise belohnen bevor es am nächsten Tag wirklich ernst wurde. Die Grimsel,- Furka,-  Nufenen Runde durchrauschten wir kreuz und quer und hin und her, bevor wir am Abend schwindlig gefahren auf einer idyllischen Hochalm der Ostschweiz eine urige Unterkunft fanden.

Weiter ging es nach Italien, über das Stilfser Joch schnurstracks weiter Richtung Reschensee und gleich wieder raus aus Italien. Im westlichsten Zipfel Österreichs bezogen wir am Fuß des Timmelsjoch Quartier damit wir gleich früh morgens eine möglichst freie Bahn zum Angriff auf selbiges vorfänden. Übers Penser Joch und das liebliche Eggental erreichten wir so die Dolomiten und entschieden uns für eine Unterkunft am Rande von Arabba. Hier wollten wir zumindest einen Tag lang ohne Gepäck unterwegs sein und ließen unser Geraffel in der Unterkunft zurück um anderntags eine zünftige Dolo-Runde zu drehen. Am Falzarego bestiegen wir die Seilbahn und kraxelten auch noch - nun allerdings per pedes - auf den Laguzoui.

In einer großen, vorsätzlich verzwirbelten Schleife verließen wir die Dolomiten und steuerten den Großglockner an. Mit einer - selbstredend nach dem Maut abdrücken - sehr ernsthaft vorgetragenen Wetterwarnung versehen, öffnete sich die Schranke und wir bliesen zum Sturm auf den wohl touristischsten Pass der Alpen. Die Temperaturen stürzten zwar tatsächlich ins Bodenlose, doch wiederum hatten wir Glück und der böse Regen erwischte uns erst am späten Nachmittag als wir längst wieder runter vom Berg waren. Nun war es nur noch ein Katzensprung bis zur letzten Übernachtungsstation in Tirol.

Nach mehr als 3.200km kamen wir schließlich wohlbehalten wieder in der ostwestfälischen Heimat an und konstatierten, das wir eine herrliche Woche Motorradfahren vom Feinsten genossen haben und nun erst einmal beim Reifenhändler vorbei schauen müssen. Etwas Restprofil ist zwar noch vorhanden, doch das befindet sich jetzt nur noch in der Reifenmitte.

MISSION ERFÜLLT!